E-Mail-Penetrationstest: der Mailfluss als Angriffsfläche
Allgemeine Penetrationstests prüfen Netzwerke und Webanwendungen; der Mailfluss bleibt dabei oft aussen vor, obwohl E-Mail einer der häufigsten Einstiegspunkte für Angriffe auf Unternehmen ist. Ich teste Ihre Mailinfrastruktur mit den Methoden eines Angreifers: ob sich Absender fälschen lassen, ob das Gateway umgangen werden kann und welche Dienste von aussen erreichbar sind.
- Penetrationstest
- Spoofing
- SPF/DKIM/DMARC
- Gateway-Umgehung
- Exchange
- Microsoft 365
Testbereiche
- Spoofing und AuthentifizierungLässt sich Ihre Domäne von aussen fälschen? SPF, DKIM und DMARC werden gegen reale Empfänger getestet, inklusive Subdomänen und ähnlich aussehender Domänen.
- Gateway-UmgehungDirekte Einlieferung an Exchange Online oder den Mailserver am vorgeschalteten Gateway vorbei, Direct Send, ungenügend abgesicherte Connectoren und Relays.
- Erreichbare DiensteSMTP, OWA, EWS, ActiveSync, Autodiscover und Admin-Oberflächen von Gateways: Versionen, bekannte Schwachstellen, TLS-Konfiguration und Authentifizierungsverfahren.
- Filter und ZustellungWie das Gateway mit präparierten Anhängen, Links und Headern umgeht, geprüft mit harmlosen Testmustern statt echter Schadsoftware.
- Postfach-Sicherheit in Microsoft 365Legacy-Authentifizierung, externe Weiterleitungen, App-Consents und Audit-Konfiguration als Konfigurations-Review.
Rahmen und Auftrag
Jeder Test beginnt mit einem schriftlichen Auftrag: Scope, Zeitfenster, Ansprechpartner und ausgeschlossene Systeme werden vorher festgelegt. Getestet werden ausschliesslich Systeme, über die der Auftraggeber verfügen darf; für Tests gegen Microsoft 365 gelten zusätzlich die Rules of Engagement von Microsoft für Penetrationstests in der Cloud. Phishing-Simulationen gegen Mitarbeitende gehören nicht zum Standardumfang und werden nur nach Abstimmung mit den Verantwortlichen für Personal und Datenschutz durchgeführt.
Ablauf
- Auftrag und ScopeZiele, Systeme, Zeitfenster und Notfallkontakt schriftlich festlegen.
- AufklärungÖffentlich sichtbare Informationen auswerten: DNS, MX, Zertifikate, exponierte Dienste.
- TestsIm vereinbarten Zeitfenster, jeder Schritt protokolliert und nachvollziehbar.
- Bericht und NachtestBefunde nach Risiko priorisiert, mit konkreten Massnahmen; nach der Umsetzung ein Nachtest der kritischen Punkte.
Beispiele aus der Praxis
- Ghost Sender in Exchange Online: wie Mails am Gateway vorbei direkt im Tenant landen.
- Mailversand über ein Relay: TLS und Authentisierung prüfen: die Prüfschritte für Relays und Einlieferungspunkte.
- CVE-2026-62911: Exchange-NTLM-Relay: warum viele OnPrem-Exchange-Server angreifbar sind.
- Mail-DNS-Check: Selbsttest von MX, SPF, DKIM und DMARC vorab.